Diese Skulptur aus Hartgestein verkörpert meine Faszination für die transformative Kraft von Materie und Spiritualität sowie das kosmische Wechselspiel zwischen dem planetaren Zeitstrahl der Natur und unserem „kurzen Augenblick“ menschlichen Eingreifens. Die Matrix des Purbeck-Thornback-Steins ist etwa 145 Millionen Jahre alt.
Diese Steinskulptur ist so robust wie nur möglich. Ihre erodierte Außenform wurde in Säure gebadet, um die texturierte Matrix aus Fossilien von Meereslebewesen aus der frühen Kreidezeit innerhalb der verhärteten Kruste dieses Grundgesteins freizulegen. Eine Erinnerung daran, dass wir alle in den Stoff des Planeten zurückkehren werden.
Der wiederverwendete Stein diente ursprünglich über 120 Jahre lang als rechteckige Schwelle eines alten viktorianischen Familienhauses; das tägliche Kommen und Gehen sowie die geerdete Energie schwingen noch immer in einer zurückhaltenden Vibration nach.
Das Thornback-Gestein besitzt ein urzeitliches, ätherisches Gewicht und strahlt eine definitive energetische Präsenz aus. Ich habe seine ursprüngliche rechteckige Form umgestaltet und neu ausgerichtet, sodass sie nun als konisch zulaufender Marker von der Erde in Richtung Himmel weist – als Kanal für kosmische Energien. Durch die Teilung und die Freilegung der Mittellinie mittels eines Negativraums entsteht eine gespiegelte spirituelle und energetische Einheit, wie zwei eng aneinandergepresste, betende Handflächen.
Sie kanalisiert nun ihre schweren Energien und ermöglicht deren Freisetzung, indem sie diese von ihrem lokalen Ursprung zurück in den Kosmos leitet. Der schwarze Granitsockel fungiert als inerter Isolator zur Erde. Diese Form wird nun für Jahrtausende Bestand haben. Es fällt uns Menschen schwer, über diesen Zeitmaßstab nachzudenken – eine Zeitspanne, die Imperien überdauern wird.
Aus einem Material gehauen, das unglaublichem Verschleiß standhalten kann, um energetisch Dunkelheit zu reinigen und das kosmische Gleichgewicht in den Raum zurückzubringen, in dem es platziert ist. Ich nannte es „Sultans Gate“, benannt nach den riesigen und kunstvollen Steintoren, die in der frühen arabischen Architektur populär wurden.
Diese Tore wiederum werden die unzähligen Veränderungen unserer sich ständig wandelnden Zivilisation überdauern. „Sultans Gate“ wird als einzelne Steinform wahrscheinlich noch lange existieren, nachdem selbst diese verfallen sind, ohne nennenswerte Veränderungen zu erfahren.
„Sultans Gate“ fordert den Betrachter dazu auf, seine Beziehung zur gebauten Umwelt, zu kosmischen Zeitstrahlen und zur Kraft der Transformation zu überdenken, die selbst den scheinbar permanentesten Strukturen oder Ideen innewohnt. Als Künstler zieht mich die Spannung zwischen Bewahrung und Erneuerung an und wie dieses Werk antike Formen und Traditionen mit modernen Empfindlichkeiten und vergänglichen Materialien verbindet.
Durch „Sultans Gate“ lade ich den Betrachter ein, über das Gleichgewicht zwischen Stabilität und Wandel nachzudenken und darüber, wie unsere Kreationen Zeit und Zweck überdauern können. Dieses Werk steht als Zeugnis für das transformative Potenzial der Kunst und erinnert uns daran, dass selbst die solidesten Fundamente neu geformt werden können, um neuen Zwecken zu dienen und neue Perspektiven zu inspirieren.
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Materialien: Purbeck Thornback, schwarzer Granit & 316 Edelstahl
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Größe: 95 (H) x 41 (B) x 14 cm (T)
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Gewicht: 40 kg